In Zeiten des Fachkräftemangels ist die Frage nicht mehr, ob Unternehmen Employer Branding betreiben sollten, sondern wie Sie sich dabei von der Konkurrenz abheben können. Klassische Benefits wie Obstkorb oder Tischkicker reichen längst nicht mehr aus, um Fachkräfte zu überzeugen. Immer mehr Bewerber achten darauf, wie ernsthaft ein Unternehmen die Gesundheit seiner Mitarbeiter fördert. Genau hier kommt das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ins Spiel.
Warum gehen Employer Branding und BGM Hand in Hand? Welche Maßnahmen zeigen wirklich Wirkung? Wie Sie Ihr Unternehmen durch Gesundheit am Arbeitsplatz attraktiv und zukunftsfähig machen können.
Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet Employer Branding eigentlich?
Employer Branding bezeichnet die gezielte Entwicklung und Positionierung einer Arbeitgebermarke. Es geht darum, die Identität des Unternehmens so zu gestalten, dass es für bestehende Mitarbeiter attraktiv bleibt und gleichzeitig neue Talente anzieht. Faktoren wie Unternehmenskultur, Werte und Benefits spielen eine entscheidende Rolle.
Doch während Themen wie Gehalt oder Karrierechancen klassisch im Vordergrund stehen, rückt ein Aspekt immer stärker in den Fokus: die Gesundheit am Arbeitsplatz.
Die Schnittstelle von Employer Branding und BGM
Gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger, motivierter und loyaler. Das zeigen zahlreiche Studien. Doch wie verknüpfen Unternehmen diese Erkenntnis mit ihrer Arbeitgebermarke?
- Imagefaktor: Firmen, die ganzheitliche Gesundheitskonzepte anbieten, gelten als verantwortungsbewusst und modern.
- Rekrutierungsvorteil: Bewerber bevorzugen Arbeitgeber, die mehr als nur symbolische Gesundheitsmaßnahmen bereitstellen.
- Unterscheidung zur Konkurrenz: Während Obstkorb und Tischkicker in vielen Stellenanzeigen Standard sind, stechen Unternehmen mit nachhaltigen BGM-Maßnahmen hervor.
Ein Obstkorb kann ein nettes Extra sein, aber er ersetzt kein strukturiertes BGM. Bewerber merken schnell, ob Gesundheit im Unternehmen tatsächlich gelebt wird oder Maßnahmen nur eine Eintagsfliege sind.
Gesundheit als Entscheidungskriterium für Bewerber
Gesundheitsförderung spielt für die Attraktivität eines Arbeitgebers eine zentrale Rolle. Laut der Techniker Krankenkasse (TK) gaben 58 % der befragten Unternehmen an, dass Gesundheitsförderung ein wichtiges Kriterium für die Arbeitgeberattraktivität ist (TK Arbeitgeberstudie „#whatsnext BGM 2025“).
Obwohl diese Zahl aus Sicht der Arbeitgeber stammt, zeigen weitere Untersuchungen, dass Mitarbeitende, die sich in ihrem Unternehmen gut unterstützt fühlen, beispielsweise durch Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), tendenziell länger im Unternehmen bleiben und motivierter sind (Spexa Pressemitteilung).
Für Unternehmen bedeutet das: Wer in die Gesundheit seiner Mitarbeitenden investiert, steigert nicht nur die Attraktivität als Arbeitgeber, sondern stärkt auch die Bindung und Zufriedenheit im Team: ein entscheidender Faktor in Zeiten des Fachkräftemangels.
Auch das Statistische Bundesamt bestätigt die wirtschaftliche Relevanz: Pro Mitarbeiter fallen in Deutschland durchschnittlich 15 Krankheitstage pro Jahr an, und das ausschließlich an Werktagen, Wochenenden sind nicht eingerechnet. Für ein Unternehmen mit 25 Mitarbeitern entspricht das bereits 375 Krankheitstagen jährlich. So entstehen schnell Verluste in Höhe von über 150.000 € pro Jahr.
Einen tieferen Einblick in die genauen Berechnungen und wie sich diese Kosten zusammensetzen, finden Sie hier: Kranke Mitarbeiter sind teuer. So viel kostet ein Krankheitstag wirklich.
Praktische Maßnahmen für Unternehmen
Wer Employer Branding durch BGM stärken möchte, sollte über Symbolik hinausgehen und konkrete Strukturen schaffen. Hervorragende Beispiele sind zum Beispiel:
- Bewegung: Betriebliche Fitnessprogramme, ergonomische Arbeitsplätze, Kooperationen mit Fitnessstudios.
- Stressmanagement & mentale Gesundheit: Workshops, Coaching-Angebote, anonyme Beratungsstellen.
- Schlaf & Regeneration: Sensibilisierung für Erholungsphasen, flexible Arbeitszeitmodelle.
- Ernährung: Statt Obstkorb lieber Zuschüsse für gesunde Mahlzeiten oder digitale Ernährungscoachings.
- Monetäre Anreize: Einführung von Gesundheitsbudgets oder Bonusmodelle für präventive Teilnahme an Kursen.
Wichtig ist, die Maßnahmen aktiv zu kommunizieren. Intern wie extern. Nur so werden sie Teil der Arbeitgebermarke und können im Recruiting als klarer Vorteil wirken. Eine klare BGM-Strategie ist hierbei stark von Vorteil um sich für die effektivsten Maßnahmen zu entscheiden.
Erfolgsfaktor Mitarbeiterbindung
Gesundheit wirkt wie ein doppelter Hebel: Einerseits sinken Fehlzeiten, andererseits steigt die emotionale Bindung ans Unternehmen. Eine Analyse der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA, 2022) zeigt, dass Unternehmen mit starkem Gesundheitsmanagement nicht nur weniger Krankentage verzeichnen, sondern auch eine signifikant niedrigere Fluktuation erleben.
Das bedeutet: Wer in Employer Branding/die Gesundheit seiner Mitarbeiter investiert, spart nicht nur Kosten, sondern gewinnt loyale, motivierte Teams.
Best Practices und Erfolgsbeispiele
Eine im „IGA-Report 40“ veröffentlichte Studie zeigt: Unternehmen, die systematisch in betriebliche Gesundheitsförderung investieren, erreichen eine durchschnittliche Rendite von 1:2,7. Das heißt: Jeder investierte Euro zahlt sich mit fast dem Dreifachen zurück: durch weniger Krankheitskosten, geringere Fluktuation und höhere Produktivität.
Gesundheit ist die neue Visitenkarte
Employer Branding ohne ernsthaftes BGM bleibt Stückwerk. Für Unternehmen wird es zunehmend entscheidend, Gesundheit nicht als „Nice-to-have“, sondern als zentralen Bestandteil ihrer Arbeitgebermarke zu begreifen.
Ob Recruiting, Mitarbeiterbindung oder wirtschaftliche Kennzahlen: BGM zahlt direkt auf die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ein. Wer heute investiert, profitiert morgen doppelt durch gesunde, motivierte Mitarbeiter und eine Arbeitgebermarke, die Talente überzeugt.
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